Erschüttert

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Zeit ist kostbar, sehr kostbar und oft merken wir es erst, wenn wir keine Zeit mehr haben. Keine Zeit mehr jemanden zu treffen, keine Zeit mehr ein liebes Wort zu sagen, keine Zeit mehr für eine Umarmung und manchmal nicht einmal mehr die Zeit, sich zu von jemandem zu verabschieden, der für immer gegangen ist.
Für heute hatte ich ursprünglich einen Post zum Valentinstag vorgesehen. Der unerwartete Tod des Ehemannes einer lieben Arbeitskollegin zwingt uns heute aber eher zur Nachdenklichkeit und ich verschiebe meine Vorschläge auf morgen oder übermorgen. Dann werde ich sie aber vorstellen, denn vielleicht sollten wir gerade angesichts solcher unvorhersehbaren Katastrophen lieber häufiger mal einen ganz persönlichen Valentinstag einschieben und Zeit mit dem Partner, mit der Familie oder mit guten Freunden verbringen.

Rosen zum Vernaschen

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Hefeteigrosen in Muffinförmchen gebacken – die schmecken selbst denen, die sonst nicht so sehr für Muffins zu haben sind. Allen, die sich nicht an Hefeteig heran trauen, kann ich nur raten, es doch einmal mit diesem Rezept auszuprobieren. Mit 250g Mehl erhält man 12-14 Rosen, je nachdem wie dick man den Teig ausrollt.

Zutaten für den Hefeteig:
250g Mehl Type 550
1 Ei Gr. M
1 Prise Salz
10g Hefe
etwa 65ml Milch (lauwarm)
30g weiche Butter
40g Zucker
(1 mit etwas Milch verquirltes Eigelb zum Bestreichen der Rosen)

Zutaten für die Füllung:
1 geriebener Apfel
1 El gemahlene Mandeln
1 El gehobelte Haselnüsse
1 El Honig

Mehl, Salz, Ei, Hefe und Milch miteinander verrühren und etwa 15 Minuten ruhen lassen. Das macht den Teig dehnbarer und später leichter zu kneten. Anschließend erst  die weiche Butter unterkneten und dann den Zucker nach und nach unterkneten bis der Teig ihn ganz aufgenommen hat. Den Teig mit einem feuchten Küchentuch abdecken und mindestens eine Stunde gehen lassen. Nun den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsmatte stürzen, mit den Händen leicht flach drücken und danach falten. Dazu faltet man erst die linke und dann die rechte Seite der Teigplatte zur Mitte hin. Dann von oben und unten auch noch einmal zur Mitte falten. Das „Paket“ dann noch einmal 20 Minuten ruhen lassen.
In dieser Zeit den Apfel für die Füllung grob reiben. Mandeln, Haselnüsse und Honig dazugeben und alles mischen.
Teig dann in vier Portionen aufteilen und diese einzeln nacheinander ausrollen. Von jeder Portion drei Kreise mit etwa 10cm Durchmesser ausstechen oder ausschneiden.

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Jeden Kreis in Viertel einschneiden; den Schnitt aber nicht bis zur Mitte durchführen. Die Füllung mit zwei Teelöffeln in die Mitte der Kreise häufen. Dann die Viertel im Uhrzeigersinn um die Füllung herumlegen. Dabei überlappen sich die einzelnen Teigränder und bilden so die Rosenform. Die fertigen Rosen in Muffinförmchen legen und noch einmal 15 Minuten gehen lassen. Die Rosen dann mit verquirltem Eigelb bestreichen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C für etwa 20 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Die Rosen aus dem Ofen nehmen, auf einem Kuchenrost 5 Minuten auskühlen lassen und dann aus den Muffinförmchen lösen.

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Mit Puderzucker bestreuen und zum Kaffee mit einer Portion Sahne servieren. Einfach unwiderstehlich. Ein fantastisches Gebäck auch für den bevorstehenden Valentinstag.

 

Eine Tasse voll….

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mit Teebeuteln und Knusperkeks für die kranke Nachbarin, mit leckerer Schokolade für die blumenliebende Freundin und mit vielen Küsschen für den Liebsten zum Valentinstag. Egal womit sie gefüllt wird, diese Tasse ist ein absoluter Hingucker. Alles was es zur Herstellung braucht ist ein Blatt Tonkarton in DIN A4, ein bedrucktes Bastelpapier nach Wahl, Vorlage, Bleistift, Falzbein, Schere und Klebstoff.

Cup2Den DIN A4-Karton auf 25 x 20cm zuschneiden und an der langen Seite bei 4,8,12,16,20 und 24cm falzen. Der 1 Zentimeter am Rand wird zum Zusammenkleben benötigt. An der kurzen Seite wird der Karton bei 4 und 14cm gefalzt. Daraus ergeben sich Abschnitte von 4, 10 und 6 Zentimetern. Für die Tassenseiten müssen dann noch 6 Abschnitte von 8 x 3,5cm aus dem bedruckten Papier zugeschnitten werden. Diese Stücke dann auf dem mittleren 10cm-Abschnitt wie unten zu sehen aufkleben. Vor dem Zusammenfügen der Tasse sollte der untere 4cm-Abschnitt eingeschnitten und ein Dreieck ausgeschnitten werden, da er sich so einfacher als Boden umklappen lässt.

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Dafür faltet man die Längsabschnitte einzeln nacheinander um und schneidet ein Dreieck, dessen Spitze genau über der 4cm-Falzlinie liegt. Besitzer eines Stanz- und Faltbrettes (Foto: Ausschnitt ist dann nicht dreieckig) müssen die 4cm-Falzlinie in der Mitte der Stanze anlegen.

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Nun wird der obere 6cm-Abschnitt nach innen umgeschlagen und festgeklebt. Dabei wird die 1cm-Lasche unter den umgeschlagenen Rand auf der gegenüberliegenden Seite geschoben und die Tasse somit zusammengefügt.

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Nun wird die Tasse umgedreht und die Bodenlaschen werden im Uhrzeigersinn übereinander geklebt. Zum Abschluss wird dann noch ein Kreis, der etwas kleiner als der Tassendurchmesser ist, über die Laschen geklebt.

Cup7Ein 13 x 2cm großer Streifen Tonkarton, der ebenfalls mit dem bedruckten Papier beklebt wird, dient als Tassenhenkel. Das bunte Papier für den Henkel in der Größe von 12 x 1,5cm zuschneiden und aufkleben. Den Henkel anschließend leicht über das Falzbein ziehen, so dass er sich ein wenig rundet. Er wird dann mittig auf eines der 6 Tassenfelder geklebt. Wer es ganz perfekt mag, klebt zu Beginn eines der sechs Tassenfelder nicht vollständig fest und kann nun den oberen Rand des Henkels unter das Tassenfeld schieben und beides zusammen festkleben. Am unteren Rand wird der Henkel auf das Tassenfeld geklebt.

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Ein kleiner Geschenkanhänger sagt von wem das Geschenk kommt und für wen es gedacht ist. Auch hier kann die Form je nach Anlass und Person variieren. Für die blaue Tasse wäre sicher eine kleine Blüte aus rosa Papier sehr passend und für die Valentinstagstasse darf es natürlich ruhig ein Herz sein.

 

 

Eric-Emmanuel Schmitt

Schmitt

Der 1960 in Sainte-Foy-lès-Lyons geborene Schmitt schreibt in seinem Roman „Die Liebenden vom Place d’Arezzo“ über des Leben und Leiden der Anwohner des D’Arezzo-Platzes in Brüssel. In lockerer Folge richtet er den Scheinwerfer auf bereits bestehende Paare oder solche, die sich noch suchen. Das Rätsel um den anonymen Absender eines Liebesbriefes, den sie alle erhalten haben, deckt die verschiedensten Irrungen und Wirrungen auf. Der hochrangige, gut angesehene Politiker entpuppt sich als notorischer Frauenanmacher, die elegante Diane ist sexsüchtig und trifft sich heimlich zu Sado-Maso-Spielchen, der seriöse Banker steht eigentlich eher auf Männer, führt aber ein ganz bodenständiges Familienleben, der elegante Galerist verleugnet die Liebe zu seiner Angestellten, da diese ganz und gar nicht dem Ideal seiner kunstliebenden Kunden entspricht. Nach und  nach erkennt der  Leser die Irrtümer und Täuschungen, denen auch  die einzelnen Bewohner erliegen. Geschichten wie aus dem wahren Leben, so wie sie auch in unserer Straße oder in unserem Ort denkbar wären.
Ja, es geht um Beziehungen, Gefühle und auch Einblicke in die eine oder andere intime Situation. Dies aber in so feinfühligen Worten, dass man sich zu keiner Zeit unwohl fühlt. Dank der in sich abgeschlossenen Kapitel eignet es sich auch hervorragend als Bettlektüre, da man am folgenden Tag ohne Schwierigkeiten weiterlesen kann.

 

 

Mini-Wollmützen

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Es hat dann doch einen Tag länger gedauert, bis ich Fotos machen konnte, weil ich unbedingt zwei verschiedene Varianten aufzeigen wollte. Bei der Farbwahl der Wolle sollte man sich am besten an den vorherrschenden Farben des Platzes orientieren, an denen man sie aufstellen oder -hängen möchte.
Minimuetze2Von einer Geschenkpapierrolle schneidet man ein 1,5cm breites Stück ab, das als Basis für die Mütze dient. Zur Schlaufe gelegte Wollfäden werden dann über diesen Ring gezogen. Damit die Fäden alle die gleiche Länge haben wickelt man sie um ein Frühstücksbrettchen oder ein Buch, dass die erforderliche Breite hat – etwa 15cm. Für jede Mütze genötigt man etwa 60-80 Fäden, je nach Durchmesser der Papprolle.

 

Minimuetze3Die Fäden dann an einer Seite des Brettes durchschneiden  und jeweils vier Fäden zusammenfassen. (Bei dickerer Wolle, braune Mützen, reichen auch drei Fäden.) Alle vier Fäden gemeinsam jeweils zur Hälfte umlegen. Die entstandene Schlaufe dann durch den Ring ziehen, die Fadenenden hindurchführen und fest ziehen. Der Knoten wirkt dann sehr hübsch als Mützenbündchen.

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Die vierfädigen Schlaufen jeweils ganz eng nebeneinander durch den Papierring ziehen, bis er ganz mit Wollfäden bedeckt ist. Die Knoten etwas zurechtziehen und auf einer Linie ausrichten.

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Die losen Fäden gleichmäßig nebeneinader legen und mit einem langen Faden abbinden, so dass die Form einer Mütze entsteht. Diesen Faden zwei Mal verknoten und dann knapp oberhalb des Knotens abschneiden.

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Die Fäden über dem Knoten so kürzen, so dass sich die Form eines Mützenbommels ergibt. Ein langes Fadenpaar stehen lassen, wenn man die Mützen aufhängen will. Zusammen mit ein paar Wattekugeln als Schneebälle an einen Ast gehängt, ergeben sie einen wunderschönen Fensterschmuck.

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Auf ein wenig Watte gesetzt, verschönern sie jede Fensterbank und wer jetzt immer noch keine Lust auf Winter hat, ist selbst schuld.