Süße Möhre

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Zum Kaffeetrinken an Ostern gibt es diesmal leckere Hefeteigmöhren mit Marzipangrün. Gesehen habe ich diese Gebäckform auf pinterest und mit einer Eiersalatfüllung. Was mit salzigem Hefeteig funktioniert, dürfte mit süßem Teig ebenso gut zu backen sein. Also frisch ans Werk und einen Hefeteig (Rezept am Ende des Posts) angesetzt. Während der dann aufgehen durfte, konnte ich mich um die Hörnchenformen kümmern. Natürlich gibt es welche aus Edelstahl, so an die zwanzig Euro für sechs Stück, aber leider besitze ich keine. Deshalb musste ich improvisieren und Dank der Eiersalathörnchen fielen mir die aus Alufolie geformten Kegel wieder ein.

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Einen etwa 25cm breiten Streifen Alufolie locker zusammenraffen, zur Hälfte falten und zum Ende hin spitz zulaufend leicht zusammendrücken. Es ist nicht erforderlich, dass die Formen perfekt und glatt sind.
Der aufgegangene Hefeteig wird mit den Händen zu einer etwa 1cm dicken Platte gedrückt. Davon dann jeweils 1cm breite Streifen abschneiden und diese leicht rollen, so dass sie zu den Enden etwas dünner auslaufen. Eines der Enden nun an der Spitze der Hörnchenfom anlegen und um die Alufolie wickeln. (Ich habe einen Teil der Formen leicht eingefettet, den anderen nicht – die eingefetteten Formen ließen sich hinterher etwas leichter aus dem Teig herausdrehen). Das Ende festdrücken und die Teighörnchen mit verquirltem Eigelb bestreichen. 2016_Moehre2Der Eigelb-Milchmischung habe ich ein paar Tropfen rote Speisefarbe beigemischt, so dass sie den orangen Farbton einer Möhre bekam. Die Möhren auf dem Backblech etwa 20 Minuten ruhen lassen und dann bei 180°C im vorgeheizten Ofen für etwa 15-20 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchenrost auskühlen lassen. Danach die Aluform vorsichtig aus dem Hörnchen herausdrehen. Es kann nun gefüllt werden. Mein Vorab-Exemplar für den Blog ist mit Sahne und Lemon Curd gefüllt. Das Grün habe ich aus Marzipan hergestellt, das es in verschiedenen Farben bereits fertig zu kaufen gibt. Für eine Möhre habe ich eine 2cm Kugel Marzipan durch die Scheibe eines Kartoffelstampfers gedrückt, um kleine Schnüre zu erhalten.
Möhren für eine Salatfüllung sollte man aus Hefeteig ohne Zucker aber mit mehr Salz backen und für das Grün kann man wunderbar ein paar Dillzweige verwenden.

 

Hefeteig – für 6 Möhren:

250g Mehl, 1 Prise Salz, 10g frische Hefe, 1 Ei Gr. M, 175g lauwarme Milch, 60g Zucker, 30g weiche Butter – für salzige Füllung den Zucker weglassen und dafür 8g Salz hinzufügen

Mehl, Salz, Hefe, Ei und Milch in eine Schüssel geben und mit den Knethaken des Mixers verrühren bis ein recht fester Teig entsteht. Nun den Zucker portionsweise unterkneten. Zuletzt die Butter zugeben und so lange weiterkneten bis sie ganz vom Teig aufgenommen wurde. Der Teig ist nun recht weich, klebt aber nicht. Er sollte nun etwa eine halbe Stunde in der Schüssel ruhen. Danach den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche stürzen, mit den Händen flach drücken und 10 Minuten ruhen lassen. Nun Streifen schneiden und wie oben beschrieben weiter verarbeiten.

 

 

 

 

Mürbteig-Ostereier

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Hier sind sie nun, die Ostereier-Plätzchen mit der Lemon-Curd-Füllung. Für das Foto habe ich der erste Hälfte der Plätzchen leider schon mit Puderzucker bestreut, bevor sie ganz ausgekühlt waren. Der Puderzucker ist deshalb auch ganz schnell eingezogen, was aber nichts am Geschmack ändert. Sie sind einfach köstlich!

Das Rezept ergibt ca. 20 Ostereier von etwa 4-5 cm Größe, wenn man den Teig auf 3 mm Dicke ausrollt.

Teig: 150g Butter, 1 Pck. Vanillezucker, etwas Zitronenschalenabrieb, 75g Puderzucker, 150g Mehl, 75g Speisestärke, 1 El Milch
Füllung: 1 Teel. Lemon-Curd pro Ei

Die Butter mit dem Zucker und dem Zitronenschalenabrieb schaumig rühren. Das Mehl mit der Speisestärke mischen, auf die Buttermasse sieben,1 El Milch hinzufügen und alles miteinander verkneten. Den Teig in Folie gepackt für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Den Ofen auf 200° vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Teig dritteln, nacheinander auf einer bemehlten Arbeitsfläche auf 3mm Dicke ausrollen und Ostereier ausstechen. Bei der Hälfte der Eier jeweils einen kleinen Kreis ausstechen. Dies kann man am besten mit einem kleinen Schnapsgläschen direkt auf dem Backblech machen, da diese Eierhälfte sonst beim Transport aufs Blech ihre Form verliert. Die Plätzchen dann bei 200° für etwa 15-20 Minuten backen bis sie eine schöne Farbe angenommen haben. Aus dem Ofen holen und auf einem Rost abkühlen lassen. Anschließend die ganzen Eierhälften mit 1 Teel. Lemon-Curd bestreichen und die ausgestochene Hälfte mit etwas Puderzucker bestäuben. Beide Teile nun zu einer Eischeibe zusammensetzen. In einer luftdicht verschlossenen Dose sind die fertigen Eierplätzchen 2-3 Tage haltbar. Wer sie noch länger genießen will, sollte die Plätzchenhälften ohne Füllung aufbewahren und sie erst kurz vor dem Verzehr mit Lemon-Curd bestreichen und dann zusammensetzen.

 

 

Lemon Curd

Lemoncurd

Das Rezept für diesen fruchtig, frischen Lemon Curd (angedickter Zitronensaft) stelle ich heute vor, da ich ihn an Ostern für ganz zarte, leicht säuerlich gefüllte Ostereierkekse benötige. Außerdem kann man ihn ganz hervorragend zum Füllen von Torten oder als Brötchenaufstrich verwenden.
Für zwei kleine Gläser benötigt man folgende Zutaten:

3 – 4 Bio-Zitronen, 3 Eier Gr. M, 220g Zucker, 75g Butter 

Die Zitronen gründlich waschen, den Saft auspressen (150ml) und die Schale mit einer Raspel abreiben. Die Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und mit Zitronensaft, -abrieb und Zucker verrühren. Die Eier in einer Schüssel miteinander verquirlen und langsam durch ein Sieb in die Buttermasse gießen. Dabei mit einem Schneebesen kontinuierlich rühren und fortfahren bis eine cremige Masse entsteht. Die Creme sollte auf keinen Fall kochen, da sie sonst ganz schnell anbrennt. Die cremige Curd-Masse am besten in ausgekochte Marmeladengläser füllen, verschließen und auskühlen lassen. Im Kühlschrank ist diese Creme mehrere Tage haltbar. Das Rezept für die Ostereier-Plätzchen gibt es in Kürze und eine leckere Ostertorte ab Freitag bei lintorfer.eu in der Kategorie Wochenende.

Schmetterlinge zu Ostern

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Vor ein paar Tagen gab es von der Seite foreverymom.com ein Video mit der Faltanleitung für ganz zauberhafte Schmetterlinge. Ich hatte sie schon einmal gesehen, zwischenzeitlich aber vergessen. Beim erneuten Anblick dieser schönen Falter fielen mir gleich mehrere Möglichkeiten ein, sie einzusetzen. Ganz viele davon werde ich auf meinem Ostertisch zwischen Eiern und Narzissen herumflattern lassen. Mit einem Kleberoller habe ich an der Unterseite des Schmetterlingskörpers ein wenig Kleber angebracht und die Falter auf kleine Ostereier geklebt. So können sie in ganz verschiedenen Positionen auf dem Tisch aufgestellt werden.

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Ganz zart wirken sie auch auf dem Teller neben einer hübschen Serviette. Auch hier sorgt ein kleines Schokoladenei für den nötigen Stand. Die Stiefmütterchen auf der Serviette sind farblich auf meine Schmetterlinge abgestimmt. Am besten lassen sie sich aus bunt gemusterten, farbigen Bastelpapieren falten. Diese sollten nicht größer als maximal 15 x 15cm sein. Am besten gefallen sie mir allerdings aus Papierquadraten von 12×12 cm Kantenlänge. 2016_Ostertisch2Deshalb konnte ich auch gar nicht mehr damit aufhören mit dem Falten. Sie schmücken nun einen winterlichen, kahlen Zweig, der schon seit dem Herbst in meinem Wohnzimmer auf der Kommode steht. Sie lassen ganz vergessen, dass die Blätter fehlen und dass die Sonne draußen immer noch nicht scheint. Wieder andere Schmetterlinge habe ich auf etwas größere Schokoladeneier geklebt, um sie zu Ostern zu verschenken. Da habe ich jeweils Papiere in den Lieblingsfarben unserer Freunde ausgesucht.

 

Mehrweg-Kisten

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Die Wintersaison neigt sich dem Ende entgegen und das Angebot an Orangen und Mandarinen wird langsam kleiner. Der Stapel an den Winter über gesammelten Mandarinenkisten ist allerdings enorm gewachsen. Zum Wegwerfen sind sie zu schön, deshalb verwende ich sie immer wieder für die unterschiedlichsten Gelegenheiten. 2016_Kisten2Eines haben alle Kisten aber gemeinsam: sie bekommen einen frischen Anstrich und werden mit hübschen Serviettenmotiven dem Anlass ensprechend gestaltet. Freche Hühner zieren da die Blumenkiste, saure Zitronen beherbergen frische Gläser bei der Party und die Serviette mit Gemüsemotiven ist doch wie gemacht für eine Kiste, in der man sein Gemüse aufbewahren möchte. Zum Grillen kommt sie auch schon mal auf den Tisch, dann stelle ich die verschiedensten Grillsaucen hinein, so dass alle Saucen mit einem Griff von einem Tisch zum nächsten weiter gereicht werden können. Bei einer richtig großen Feier benutze ich die Kisten auch schon mal gerne, um das Besteck darin unterzubringen. Messer und Gabel passen selbst in Servietten gewickelt gut hinein und lassen sich ganz leicht entnehmen.

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Nach dem Verzehr der Mandarinen habe ich die Papieraufkleber entfernt und die Kisten in einer Farbe grundiert. Am praktischsten ist es, wenn man sich da am Grundton der ausgewählten Servietten orientiert. Das erleichtert hinterher das Aufbringen der einzelnen Serviettenmotive. Nach dem Trocknen der Farbe wird die Oberfläche der Kiste noch einmal glatt geschliffen und dann geht es auch schon ans Aufkleben der Serviettenstücke. Man benötigt jeweils nur die dünne, oberste Schicht der Serviette und sollte das Motiv möglichst genau ausschneiden. Die Kiste wird mit Serviettenkleber eingestrichen, die Motive vorsichtig aufgelegt und dann werden sie mit einem weichen Pinsel und etwas Serviettenkleber aufgeklebt. Dabei immer vorsichtig von innen nach außen über die Serviettenstücke streichen. Kleine Unregelmäßgkeiten können dann nach vollständiger Trocknung der Serviettenmotive noch mit etwas Grundierungsfarbe abgedeckt werden. Da der Serviettenkleber gleichzeitig wie ein Lack funktioniert sind die Kisten nun direkt einsatzfähig. Mit Blick auf das Wetter, scheint meine bunte Hühnerschar die Sonne förmlich hervorgelockt zu haben. Die nächsten Monate über bleibt sie auf unserer Terrasse stehen, um die unterschiedlichsten Blumen aufzunehmen.