Käsekuchen für Studenten?

Kaesetorte
Sicher mögen ihn auch Studenten, ob die aber gleich 6 Eier im Kühlschrank haben, wage ich zu bezweifeln. Ich jedenfalls hatte auch nur noch vier Stück drin und habe deshalb direkt einen Versuch mit den halbierten Mengen gewagt. Um das Resultat vorwegzunehmen, der Klassiker kommt ganz ohne Mehl aus und schmeckt köstlich. Die Hälfte des Teiges gibt bei meiner großen Springform natürlich einen wesentlich flacheren Kuchen als die ursprünglich im Rezept angegebene Menge. Das heißt also, bei halber Menge eine kleinere Form wählen oder einen flacheren Kuchen essen. Für die Optik habe ich meinen Käsekuchen noch mit Sahne und Aprikosenmus verziert. Das erfrischt und gibt dem Kuchen eine leicht exotische Note.
Für den Teig die Butter mit Zucker und Vanillzucker so lange aufschlagen bis sich der Zucker gelöst hat und die Butter leicht weißlich wird. Dann jedes Ei einzeln etwa eine halbe Minute unterrühren. Die Zitrone gründlich waschen, die Schale mit einer feinen Reibe abreiben und den Saft auspressen. Alles zusammen dann mit dem Quark in die Butter-Eier-Masse geben und verrühren. Das Puddingpulver mit dem Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren.
Die Springform (6 Eier – 28er, 3 Eier – 26-er Größe) entweder einfetten und mit Semmelbrösel ausstreuen oder mit Backpapier auslegen und den Rand leicht einfetten. Die Quarkmasse hineingeben und im vorgeheizten Ofen bei 180°C etwa 50-60 Minuten backen. Nach Beendigung der Backzeit den Ofen ausschalten und den Kuchen stehen lassen, so reißt er kaum ein. Nach etwa 30 Minuten die Form aus dem Ofen holen, auf einem Rost erkalten lassen und den Kuchen dann von der Springform lösen.
Jetzt mitten im Sommer habe ich den Kuchen in den Kühlschrank gestellt, weil er dann schon ohne weitere Zugaben sehr erfrischend ist. Er schmeckte übrigens heute, am zweiten Tag, noch genau so gut wie der ganz frisch gebackene. Für den Fall dass sich morgen dann Besuch ankündigt und ich den halben Kuchen dennoch servieren will, werde ich ihn mit Obst belegen. Dazu eignen sich gut Kirschen, Mandarinen oder Aprikkosen. Obst aus Dose oder Glas einfach abtropfen lassen und auf der restlichen Kuchenhälfte auslegen. Tortenguss nach Packungsanleitung zubereiten und dünn über das Obst geben. Auskühlen lassen und fertig ist der neue “alte” Kuchen.
Bei mir mussten aber drei frische Aprikosen dringend verzehrt werden. Ich habe sie deshalb püriert und das bereits oft erwähnte Früchtefix mit 1,5 Esslöffeln Zucker untergerührt. 100 ml Sahne aufgeschlagen und mit dem Aprikosenmus in einen kleinen Spritzbeutel gefüllt. Das ergab schöne zweifarbige Blüten, die ich direkt auf die Kuchenstückchen gespritzt habe. Wer keinen Spritzbeutel oder Cupcakeverzierer zur Hand hat, kann sich mit einem Gefrierbeutel helfen. Die beiden Massen nebeneinander in eine Ecke einfüllen, den Beutel nach oben hin leicht zudrehen und die Spitze der gefüllten Ecke so weit abschneiden, dass eine 6-8mm große Öffnung entsteht. Die Masse nun, wie mit einem Spritzbeutel auch, auf den Kuchen spritzen.
Ein tolles Rezept, das sicher auch ungeübte Studenten hinbekommen. Lediglich das Entfernen des Springformbodens wird ohne Kuchenretter sicher etwas schwierig. Zur Not nimmt man aber direkt ein Backpapier zum Auslegen und lässt den Kuchen dann auf dem Boden und entfernt nur den Springformrand. Kommilitonen oder der Elternbesuch werden ihn sicher auch so gerne essen.

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