Kettenfieber

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEine zu lang geratene Filzschnur brachte mich auf die Idee, doch einmal eine weitere Art Filzkette auszuprobieren. Die beiden Stränge flugs miteinander verdreht, einen Kappenverschluss inkl. Verlängerungskettchen angebracht und mit ein paar kleinen Perlchen Eycatcher setzen. Als Farbenfreak trage ich dann auch gerne passende Armbänder dazu. Die habe ich auf die gleiche Art und Weise hergestellt, aber dünner und mit etwas kleineren Kappenverschlüssen. Ein weiterer Versuch ist nun das braune Modell, das noch nicht ganz fertig ist. Um einen der Filzstränge habe ich aufgefädelte Rocailleperlen gewickelt. Wie genau die fertige Kette aussehen wird, kann ich jetzt noch gar nicht sagen. Das Bild zeigt aber sehr schön, wie so eine Kette entsteht. Alle gewundenen Ketten habe ich rückseitig mit einem farblich passenden Faden so vernäht, dass sie sich beim Tragen nicht versehentlich wieder aufdrehen können. Dank ganz kleiner Stiche sieht man diese Verbindung gar nicht. Den Kappenverschluss befestige ich übrigens folgendermaßen. Beide Enden der Kette nähe ich mit 1-2 Stichen zusammen und umwickle sie dann 4-5 mal stramm mit dem Nähgarn. Oberhalb der Wicklung schneide ich die Wolle nicht ganz bündig ab und stecke das Ende dann in die mit Kleber gefüllte Kappe meines Verschlusses.
Meine Befürchtung, dass die Ketten nur für den Winter geeignet seien, hat sich zum Glück als falsch erwiesen. Ich habe meine Kette und das Armband bereits an einem der letzten sehr warmen Tage getragen und fand es nicht unangenehm. Ganz im Gegensatz zu anderen Ketten klebt der Filzstrang nicht auf der Haut, selbst wenn man mal etwas schwitzt. Sollte die Kette danach verschmutzt sein, einfach mit ein wenig Seifenwasser vorsichtig reinigen, wieder in Form legen und trocknen lassen. Da die Wolle ja bereits gefilzt ist, macht ihr das Waschen nichts.

 

Hefeschnecken einmal anders

Schnecken4Meine Hefeteigkuchen oder Brote entwickeln sich immer zu wahren Monstern und gerade die Schnecken verlieren dann oft ihre schöne Form. Mit meinen neuen Souffléförmchen habe ich es jetzt mal versucht, den Teig in Form zu halten. Da ich die Schnecken am gleichen Tag wie meine Schokoladenhimbeercupcakes gebacken hatte, wurden einfach ein paar mehr Himbeeren aufgetaut und auch für diese Schnecken als Füllung verwendet. Einen Einkaufszettel mit allen erforderlichen Zutaten findet ihr am Ende des Rezeptes. Ich habe ihn als PDF-Datei erstellt, so dass ihr ihn ausdrucken und zum Einkaufen mitnehmen könnt.
Meinen Hefeteig stelle ich wie folgt her: Alle Zutaten(unbedingt alle zimmerwarm) außer der Butter und der Milch in eine Rührschüssel geben. Nun die Milch mit den Knethaken des Handrührgerätes unterkneten. Dabei nur so viel Milch zugeben, dass der Teig einen zähen Klumpen ergibt, der sich von der Schüssel löst. Zum Schluss die geschmolzene, etwas abgekühlte, Butter langsam unterkneten. Der Teig wird dadurch ganz geschmeidig und erhält eine seidig glänzende Oberfläche. Ich nehme den Teig dann immer aus der Schüssel und knete ihn noch einmal kurz mit der Hand. Wenn er nicht an den Fingern kleben bleibt und trotzdem weich ist, hat er genau die richtige Konsistenz. Nun muss er ungefähr 15-20 Minuten ruhen, um aufgehen zu können.
Für die Füllung püriere und zuckere ich die Himbeeren. Wenn sie zu saftig sind rühre ich vorsichtshalber noch ein wenig Dr. Oetker Früchtefix darunter. Den Quark mische ich mit Schmand und Zucker. Wenn vorhanden gebe ich auch schon mal einen Spritzer Zitronensaft dazu. Den verwende ich auch gerne für den Puderzuckerguss.
Die weitere Verarbeitung des Teiges zu Schnecken habe ich jeweils unter den Fotos aufgeschrieben. Da könnt ihr genau sehen, was ich gemacht habe.

Einkaufszettel

 

 

 

Muttertag

Muttertag1

“Alles nur Kommerz. Ich möchte lieber das ganze Jahr über respektiert und geliebt werden. Dieser Tag wird vollkommen überbewertet.” Dies ist nur ein kleiner Teil der Kommentare, die man oft, gerade von Müttern, kurz vor dem Tag der Tage zu hören bekommt. Und trotzdem freuen wir uns riesig, wenn die Kleinen dann doch dran gedacht und sich gemeinsam mit dem Papa ein paar Gedanken gemacht haben. Wessen Sonntag wirkt denn nicht gleich viel freundlicher, wenn zur Begrüßung ein Blümchen, eine Kerze und vielleicht noch ein selbst gemachtes Geschenk auf dem Platz liegen? Also ran an die Arbeit, liebe Väter! Für alle Mütter, die diese und andere derartige Seiten lesen, heißt es nun nur noch, den Link an die Väter weiterleiten. Das Basteln geht dann mit den Kindern ganz leicht.

Wir haben kleine Herzen aus Filz genäht (Für eine Vorlage zum Ausdrucken einfach “Herz Vorlage” in einer Suchmaschine eingeben) und mit einem Schleifchen und einem schönen bunten Knopf versehen. Man kann es entweder als Serviettenhalter verwenden oder aber ein kleines Pralinchen drin unterbringen. Wir haben uns für einen kleinen Schokoladenmarienkäfer entschieden, den wir im Herz verstecken. Den Filz haben wir in DIN A4-großen Stücken im Schreibwarenladen gekauft und jeweils zwei gleich große Herzen ausgeschnitten. Diese werden dann mit einem Festonstich zusammengenäht. Dazu kann man dünnes Baumwoll- oder Perlgarn verwenden. Beide Herzen aufeinanderlegen und von einem äußeren Herzbogenende über die Spitze hinweg bis zum anderen Herzbogen schließen. Oben bleibt das Herz offen. Die Schleife haben wir aus einem schmalen Satinband gebunden und mit dem Knopf zusammen aufgenäht. Nun muss nur noch eine passende Serviette gefaltet und in, unter oder neben das Herz auf dem Teller platziert werden. Ein Teelicht in einem farblich passenden Glas und ein kleines Blümchen oder ein Blumenstrauß runden den Muttertagsfrühstückstisch ab. Wer nicht so gut nähen kann, schneidet mit den Kindern einfach mehrere verschiedene Herzen aus Papier aus und verstreut diese auf den Tellern und dem Tisch. Mehr braucht es wirklich nicht, um uns Mütter überglücklich zu machen.

Muttertag2

Also legt los liebe Väter und Kinder, ihr werdet sehen, es macht richtig Spaß kreativ zu werden. Eingesandte Bilder von euren Arbeiten werde ich natürlich gerne veröffentlichen.

Vatertag

 

Bierdeckel3 Kommerziell gesehen, findet er gar nicht statt, der Vatertag. Das ist prinzipiell kein Drama, denn alle anderen Festivitäten rund ums Jahr werden ja reichlich ausgenutzt, um den Umsatz zu steigern. Dennoch finden einige Kinder, dass auch der Papa ein Geschenk verdient hätte – genau wie die Mama. Viel Zeit ist aber nicht mehr, deshalb musste eine Idee auf die letzte Minute her. Als Anregung diente dann der abgebildete, inzwischen gut 10 Jahre alte, Bierdeckel, den unser Papa als Fortunafan damals zum Vatertag bekam. Herausgekommen ist eine Menge unterschiedlichster Bierdeckel, die von den Vätern hoffentlich reichlich genutzt werden. Obwohl der Name etwas anderes aussagt, fühlen sich auch unter einem Wein- oder Wasserglas wohl.
Um die Sache zu vereinfachen, haben wir mit den Kleineren (6-9 Jahre alt) einen Originalbierdeckel als Unterlage verwendet. Den Umriss haben wir auf Papier gezeichnet, das Bild mit Buntstiften gemalt, ausgeschnitten und aufgeklebt. Für die bessere Haltbarkeit werden sie dann noch laminiert. Das kann man unter anderem auch in einem Kopierladen machen lassen. Es geht aber auch mit der üblichen Folie, die zum Einschlagen von Schulbüchern verwendet wird.
Alles in allem eine Aktion von rund 15 Minuten pro Bierdeckel oder Papa, ganz wie man’s nimmt.
Hier nun ein paar der schönsten Deckel – die Motive sind frei erfunden oder aber freihändig, nach Vorlage aus einem Fußballbuch, nachgemalt.

 

 

 

 

Geduld zahlt sich aus

Vor Jahren habe ich, der Bastelesel, im Ausverkauf eines Gartenfachmarktes einen Korallenkaktus erstanden. Ich kannte dieses zierliche Gewächs von einer Freundin, die zur damaligen Zeit noch hinter den Schranken direkt am Wald wohnte. Bei ihr stand dieser Kaktus im Esszimmer und wann immer wir sie besuchten, schien er all seine Blütenpracht extra für uns zu entfalten. Unzählige pinkfarbene, glockenähnliche Blüten hingen an allen Trieben. Von dieser Schönheit begeistert, zögerte ich natürlich nicht, als dann ein solches Exemplar einsam in der fast leeren Gärtnerei stand.
Fast die gesamte Familie hat ihn zwischenzeitlich im Zimmer stehen gehabt, da er einfach nicht blühen wollte. Wir tauschten die Erde, den Standort, die Gießabstände und zuguterletzt fing ich sogar an mit ihm zu sprechen. Nichts half, er blühte einfach nicht. Zum Sommerurlaub stellten wir ihn dann auf die Terrasse und schlossen ihn ans Ferienbewässerungssystem an. Das war dann des Guten zuviel. Als wir heimkamen, sah er eher aus wie eine Teichpflanze und fing an zu faulen. Ein Kaffeetrinken bei besagter Freundin zeigte mir dann wieder einmal, wie schön diese Gattung doch blühen kann und wieder zuhause, stellte ich meinen Kaktus als letzten Versuch noch einmal an mein Küchenfenster, direkt neben einen wunderschön blühenden Weihnachtskaktus. Den langen Winter überstand er dann mehr schlecht als recht. Er bildete aber neue Seitentriebe und gab Anlass zur Hoffnung.
Eine große Überraschung gab es allerdings, als im Frühjahr meine Freundin gestehen musste, dass ihre Pflanze den Winter nicht überlebt hatte. Sie war trotz regelmäßigen Gießens komplett ausgetrocknet und bekam von ihr eine Flugstunde Richtung Komposthaufen geschenkt. Wir waren entsetzt, drohten unserem Exemplar aber mit der gleichen Bestrafung, falls nicht endlich Blüten kämen. Und siehe da, nach einigen Wochen ist es jetzt endlich so weit – er blüht. Wenn auch nicht so reich und farbenprächtig wie jenseits der Schranken, aber wir fangen halt klein an. Eine weitere Freundin, die auch so ein blühfaules Pflänzchen besitzt, ist vor Neid erblasst. Weitere Fortschritte in der nächsten Zeit werden wir natürlich hier dokumentieren.
Nun aber ein paar Informationen zur Pflanze, für den Fall, dass der eine oder andere Leser auch Lust darauf bekommt, sich so einen Kaktus aufs Fensterbrett zu stellen. Der Korallenkaktus, Rhipsalis cereuscula, ist eine Kakteenart. Die Pflanze bildet schlanke, zylindrisch geformte, hellgrüne Triebe aus. Diese verzweigen sich an den Enden und bilden außerdem zahlreiche Seitenäste aus. In den Areolen und auch auf der Oberfläche können sich vereinzelt kurze Dornen ausbilden. Die Blüten bilden sich an den Spitzen der kurzen Seitenäste, aus den Areolen heraus. Im Wachstum neigen Stamm und Äste dazu, sich in die Tiefe zu entwickeln. Es ist eine gute Hängepflanze, die aus Südamerika stammt.

Standort und Pflege
Rhipsalis cereuscula benötigt einen hellen Standort. Allerdings verträgt sie die Mittagssonne nicht. Die Pflanze kann im Sommer gern nach draußen gestellt werden. Dabei muss man aber auf einen Standort achten, der vor der Mittagssonne geschützt ist. Morgen- und Abendsonne verträgt die Kakteenart gut. Auch sollte der Platz wind- und regengeschützt sein. Im Winter stehen die Pflanzen auch gern warm. Sie müssen nicht kühl überwintert werden, um Blüten auszubilden. Ideal sind Temperaturen zwischen 16 und 20°C. Wichtig ist, die Wassergaben einzuschränken. Je kühler die Pflanzen überwintert werden, um so weniger gießt man. Bei etwa 5°C stellt man die Wassergaben ganz ein.
Gedüngt werden die Pflanzen mit Kakteendünger. Man düngt 14tägig bis einmal monatlich, vom Frühjahr an bis zur Knospenbildung.  Sobald sich ein Teil der Knospen geöffnet hat, stellt man die Düngung ein.

Schnitt
Rhipsalis cereuscula kann gestutzt werden, wenn das notwendig sein sollte. Ein Rückschnitt ist günstig, wenn die Pflanze üppiger und buschiger werden soll.

Diese Informationen fand ich auf hausgarten.net und habe sie weitestgehend umgesetzt. Jetzt erfeue ich mich an seinen ersten schönen Blüten.

Korallenkaktus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schickt mir ein Foto als JPG-Datei von einem eurer Pflanzenrettungsversuche und ich werde es hier mit den entsprechenden Informationen zur Pflanze veröffentlichen.