Übertöpfe für den Frühling

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Die ersten Sonnenstrahlen erwärmen Terrasse oder Balkon. Da möchte man auf schöne Pflanzen natürlich nicht mehr verzichten. Der passende Übertopf ist dann oft noch das Tüpfelchen auf dem i, das die Dekoidee erst einzigartig macht. Ich habe mich für ein paar schlichte Zinkeimerchen entschieden, die ich mit der Serviettentechnik ganz unterschiedlich gestaltet habe. Ein in Blautönen gehaltenes Eimerchen mit bunten Bellis drauf passt wunderbar zu meinem weiß-blauen Geschirr. Der Eimer mit den dicken roten Erdbeeren drauf steht sicherlich die nächsten 4-6 Wochen, halt so lange wie die Erdbeerzeit dauert, mit einem passenden Blümchen auf unserem Terrassentisch. Der Afrikatopf ziert mit einer die Sonne liebenden Pflanze unsere Hauswand, die nach Süden hin die meiste Zeit in der Sonne liegt. Statt der Zinkeimer kann man natürlich auch herkömmliche Blumenübertöpfe nehmen. Nach Auswahl der Serviettenmotive suche ich passende Acrylfarben aus, die dem Hintergrund des Serviettenmotivs entsprechen. So fällt später kaum die Kontur des ausgeschnittenen Motivs auf. Man kann auch einfache Plaka- oder Abtönfarben nehmen, da die Töpfe abschließend noch einmal lackiert werden. Die Farbe tupfe ich am liebsten mit einem Schwämmchen auf. Zum Einen sieht man so die Pinselstriche auf der Zinkoberfläche nicht und man kann auch ganz zarte wolkenartige Schattierungen erzeugen.

Während die Farbe trocknet, schneide ich die Serviettenmotive aus. Man sollte sich entweder ganz genau an die Konturen halten oder aber eher großzügig und leicht reißend schneiden. Bei der leicht reißenden Variante ist die Übereinstimmung von Topffarbe und Serviettenfarbe entscheidend, damit die ausgeschnittenen Stücke sich nicht so deutlich abheben. Es wird immer nur die oberste dünne Schicht der Serviette auf den Topf geklebt. Das Auseinanderziehen ist bei manchen Servietten sehr schwierig. Deshalb ist es manchmal sinnvoll an einer Stelle vom Motiv ein wenig mehr überstehen zu lassen. Dort kann man dann die Schichten trennen ohne das Motiv zu zerstören und diese Ecke schneidet man dann nur an der obersten Schicht ab. Wenn alle Motive, die ich verwenden will, bereit liegen streiche ich den Zinkeimer mit Serviettenkleber ein und positioniere die Serviettenstücke an den gewünschten Stellen. Mit dem in Kleber getauchten Pinsel tupfe ich sie dann ganz leicht fest. Sobald die Serviettenmotive getrocknet sind, streicht man den gesamten Eimer noch einmal mit dem Serviettenkleber ein. Er wirkt wie ein Lack und ist wasserabweisend.

Man kann einzelne Motive einer Serviette verwenden, aber auch die schönen Ränder einer Serviette eignen sich oft als Dekoration für Töpfe und Schachteln. Sowohl beim Erdbeer- als auch beim Afrikatopf habe ich den äußeren Serviettenstreifen unterhalb des Eimerrandes aufgeklebt. Bei der Bellisserviette gab es keinen Rand. Für einen hübschen Kontrast habe ich den Rand des Zinkeimers in einem etwas dunkleren Ton abgetupft. Den Holzknauf des Henkels bemale ich manchmal in einer passenden Farbe, manchmal belasse ich ihn aber auch in seiner ursprünglichen Holzfarbe. An diesem Henkel kann man die Töpfe auch sehr schön an Balkongeländern aufhängen.

 

Winter ade!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Den ganzen Winter über stand das Tablett auf unserem Terrassentisch und ließ ihn weniger trostlos und nicht so weggeräumt aussehen. Die Steingartenpflanze hat den langen Winter nicht ganz so gut überlebt, aber mit ein bisschen Dünger wird sie sich wieder berappeln. Nun ist es aber Zeit für ein bisschen mehr Frühlingsfeeling. Also weg mit den Zapfen, dem Holzstück und dem winterbraunen Blumentopf. Das Tablett mit Windlicht und Steinrose bleibt, aber für das Frühlingserwachen gibt’s eine rot leuchtende Gerbera im Zinkeimerchen mit passenden roten Erdbeeren drauf.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Wenn wir nun einen Kaffee auf der Terasse trinken, pflücke ich schnell noch ein paar Gänseblümchen von der Wiese und lege sie mit ein bis zwei grünen Blättern zusammen zwischen Windlicht und Steinrose. Heute fand ich auch ein erstes Vergissmeinnicht und noch eine vereinsamte Traubenhyazinthe. Das hält nicht ewig, aber für die Dauer des Kaffeetrinkens reicht es und Frühlingsstimmung gibt es gratis dazu.

Frühlingstisch2 Man kann natürlich auch noch andere Dekoteile unterbringen wie zum Beispiel kleine Schmetterlinge, diverse Holzstreuteile, einzelne kleine Früchte wie etwa Erdbeeren. Letztere natürlich nur für die Dauer des Kaffeetrinkens. Anschließend werden sie direkt am Tisch verspeist oder gelangen in die Quarkspeise.

 

 

 

Rhabarber

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Es gibt ihn wieder! Den ach so leckeren, ach so sauren Rhabarber. Die Einen lieben das zu den Knöterichgewächsen gehörende “Gemüse” als Kompott zu Milchreis oder Grießbrei. Die Anderen, zu denen gehöre ich, lieben ihn im Kuchen. Deshalb hier mein absolutes Lieblingsrezept, wenn es um Rhabarber geht. Es ist mit einem Hefeteig gemacht und stammt aus dem Dr. Oetker Buch “Die besten Rezepte der Landfrauen”, ein paar Sachen habe ich daran bei mehrmaligem Backen verändert und finde ihn jetzt perfekt. Dank einer Creme aus Schmand und Quark mit Grießbrei ist er mir noch nie zu nass oder gar matschig geworden. Ein Problem, das man ja mit vielen Rhabarberkuchen hat. Vor dem Hefeteig muss man auch keine Angst haben. Alle Zutaten sollten jedoch zimmerwarm sein (ich hole sie morgens vor demFrühstück schon aus dem Kühlschrank und lasse sie in der Küche stehen bis ich backen will). Wie im Rezept auch, gebe ich alle Zutaten auf einmal in die Schüssel und knete sie mit den Knethaken. Die zerlassene Butter gebe ich aber erst dann auf den Teig und knete sie langsam unter. (Diesen Tipp habe ich von WDR2-Koch Helmut Gote gehört, als er ein Butterkuchenrezept vorstellte) Der Teig wird dann ganz zart, locker und glatt. Nun aber zum Rezept:

Für den Hefeteig:
375 g Weizenmehl
½ Würfel Hefe oder ½ Pckch. Trockenhefe
50 g Zucker
1 Tüte Vanillin-Zucker
1 Prise Salz
1 Ei (Größe M)
200 ml lauwarme Milch
50 g zerlassene, abgekühlte
Butter oder Margarine
Für den Belag:
1-11/2 kg Rhabarber
 
Für die Creme:
200 g Schmand
250 g Magerquark
150 ml Milch
4 EL Zitronensaft
100 g Zucker
1 Pck. Süße Mahlzeit Grießbrei
Vanille-Geschmack
4 Eigelb (Größe M)
4 Eiweiß (Größe M)
 
Zum Bestreuen:
60g blättrige Mandeln, bei Bedarf etwas Puderzucker
 
Für den Teig Mehl in eine Rührschüssel sieben und die Hefe darüber zerbröseln. Zucker, Vanillin­
Zucker, Salz, Ei, Milch und Butter oder Margarine hinzufügen. Die Zutaten mit Handrührgerät mit Knethaken
zunächst auf niedrigster, dann auf höchster Stufe in etwa 5 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Teig
zugedeckt so lange an einem warmen Ort stehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat. In der Zwischenzeit
für den Belag Rhabarber putzen, waschen (nicht abziehen) und in etwa 3 cm lange Stücke schneiden. Für die
Creme Schmand mit Quark, Milch (im Originalrezept ist etwas mehr angegeben, aber dann war mir die Masse zu flüssig), Zitronensaft, Zucker, Grießbrei-Pulver und Eigelb verrühren. Eiweiß steif schlagen und unterheben. Den Teig leicht mit Mehl bestäuben, aus der Schüssel nehmen und auf der Arbeitsfläche nochmals gut durchkneten. Den Teig in einer Fettfangschale (gefettet) ausrollen, dabei den Rand
etwas hochdrücken. Die Creme auf den Teig streichen und mit den Rhabarberstücken belegen. Mandeln darüber
streuen. Die Fettfangschale in den Backofen schieben.
Ober-/Unterhitze:
etwa 180°C (vorgeheizt)
Heißluft: etwa 160°C (nicht vorgeheizt)
Gas: Stufe 2-3 (nicht vorgeheizt)
Backzeit: etwa  30-45 Min. je nach Backofen, die Mandeln und die Quarkmasse sollten leicht gebräunt sein
Vor dem Servieren kann man noch ein wenig Puderzucker drüber streuen, das macht ihn noch schöner.

Piep, piep, piep

Vogel

Beim Stöbern auf einer meiner Lieblingsseiten habe ich eine Vorlage für diese wunderschönen Vögel gefunden. Vorgestellt und genäht hat sie die “Dramaqueen” Barbara, die Idee hatte sie wiederum von juliselfmade.de. So wandern die Vögel durchs ganze Land, denn ich finde sie so schön, dass ich auch schon mal schnell einen zur Probe genäht habe.

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Mal sehen, ob sie bei unseren Bastelkindern auch Anklang finden. Dann werden wir sie nähen, aber eben von Hand. Das geht aber auch ganz gut, wie wir schon bei anderen Gelegenheiten feststellen konnten. Diese Arbeiten werde ich in Kürze dann auch hier zeigen.

Die Schnittvorlage für die Vögel gibt es hier: http://www.spoolsewing.com/blog/wp-content/uploads/2008/06/birdpattern1-1.pdf

Am schönsten wirken die Vögel mit zwei verschiedenen Stoffen. Den Bauch schneidet man einmal glatt aus, den Körper im Stoffbruch. Anschließend wird der Bauch rechts auf rechts zwischen den Punkten des Vogelkörpers angenäht. Den Schwanz bitte nicht schließen, er wird als Wendeöffnung benötigt. Nun noch das Kopfteil ebenfalls rechts auf rechts zunähen und dann durch die Schwanzöffnung wenden. Den Vogel mit Füllmaterial ausstopfen und die offene Schwanznaht schließen.

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Wer will, kann mit 1-2 Stichen noch ein Auge am Kopf des Vogels anbringen.

Heute habe ich mir für meine Küche passend gleich noch drei Vögel genäht. Zwei davon sitzen auf meinem selbstgestalteten Zeitschriftenkasten (eine alte Weinkiste in der gleichen Farbe wie unsere Küchenwände gestrichen) und einer direkt am Fenster auf dem Griff. Fixiert habe ich sie mit ganz schmalen Streifen doppelseitiges Klebeband.

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Kapmargerite

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Sie strahlt mit der Sonne um die Wette und möchte deshalb auch sehr sonnig stehen. Die Kapmargerite (Osteospermum spec.), auch Bornholm-Margerite genannt. Sie reagiert allerdings empfindlich gegen Staunässe. Man sollte sie immer erst gießen, wenn die oberste Erdschicht trocken ist. Wie fast alle Dauerblüher benötigt sie regelmäßig Dünger, am besten alle 2 Wochen einen klassischen Flüssigdünger dem Gießwasser zufügen. Regelmäßiges Ausputzen der vertrockneten Blüten fördert die Bildung neuer Blüten. Obwohl die Kapmargerite meist nur als einjährige Pflanze kultiviert wird, handelt es sich bei vielen Sorten jedoch um mehrjährige Pflanzen. Ähnlich wie die Geranie möchte sie hell überwintern, aber frostfrei bei 5- 15°C. Sie darf allerdings nicht völlig austrocknen. Zur Vorbereitung der Überwinterung sollte man ab August etwas weniger düngen. Anfang Februar sollte man sie dann auf ca. 10-15cm zurückschneiden und so sonnig wie möglich stellen, damit sie früh mit der Blüte beginnt.
Diese und weitere Pflegehinweise findet man unter www.gartendatenbank.de