Pizzabaguette

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Keine Lust auf Leberwurst- oder Salamibrot zum Abendessen und noch Rohkost im Kühlschrank? Dann sind Pizzabaguettes eine schnell gemachte, herzhafte Alternative ganz besonders für hungrige Sportler oder Studenten. Die Baguettestange holt man entweder frisch beim Bäcker oder nimmt eine zum Aufbacken. Letztere holt man dann nach gut der Hälfte der Aufbackzeit aus dem Ofen, um sie zu belegen und danach erneut zu überbacken.
Als Belag eignen sich alle möglichen typischen Sommergemüse, die sich im Kühlschrank befinden. Exemplarisch liste ich heute auf, was wir am Wochenende verarbeitet haben.
Als Unterlage nehme ich immer 3-4 El Sonnenblumen- oder Olivenöl und mische klein gehackte Petersilie, Oregano, Thymian, Pfeffer, Salz und Paprika darunter. Damit bestreiche ich dann das der Länge nach aufgeschnittene Brot.
Für den Belag schneide ich eine gewaschene und geputzte Parikaschote  und einige Tomaten in kleine Stückchen und gebe sie in eine Schüssel. Ein paar Maiskörner, die vom gestrigen Salat übrig geblieben sind, gebe ich dazu sowie zwei -drei klein geschnittene Minisalamiwürstchen. Nun Ketchup und Tomatenmark zufügen, bis eine schöne gebunde Masse entsteht. Das Ganze mit Pfeffer, Salz und Pizzagewürzen mischen und auf den Baguettestücken verteilen. Geriebenen Käse darüber streuen und für ca. 15-20 Minuten bei 180°C in den vorgeheizten Ofen schieben.
Soll das Baguette mit Salat als leichte Hauptmahlzeit verzehrt werden, teile ich es in vier gleich große Stücke ein. Wenn ich es bei einer Feier mit mehreren Personen serviere, schneide ich es in so schmale Streifen, dass man es aus der Hand essen kann und richte sie auf einer schönen Platte an.
Ganz nach Geschmack und Vorliebe kann man natürlich, wie bei einer Pizza auch, noch andere Gemüsesorten, Thunfisch oder Shrimps verarbeiten.

 

 

 

 

Roermond

Roermond3mehr als nur das Outletcenter. Von Lintorf aus in einer knappen Stunde zu erreichen. A44 bis Autbahnkreuz Neersen und dann auf der A52 bis nach Roermond hinein. Parken kann man wirklich am günstigsten beim Outletcenter, dessen Zufahrt ausgeschildert ist. Der Tag kostet ganze drei Euro.
Seine Einkaufstour kann man von hier aus starten. Im Center selbst bieten alle namhaften Modelables ihre Waren in einem oder gleich mehreren Stores an. Auch Sportartikelhersteller sind vertreten. Das Angebot schwankt aber stark. Auch kulinarisch ist man im Outlet gut versorgt. An mehreren Stellen werden Snacks oder Getränke angeboten.
Wir fanden es jedoch netter, den kurzen dreiminütigen Fußweg auf uns zu nehmen, um in Roermond selbst zu essen. Zahlreiche Cafés und Bistros vor malerischer Kulisse laden zum Verweilen auf den Terrassen ein. Excellenter Service und sogar das Angebot die Speisekarte zu übersetzen, lassen den Gast König sein. Frisch gestärkt kann man sich dann in Roermonds Straßen in diversen kleinen  Läden nach Dekoartikeln, ausgefallenen Haushaltswaren und anderen Kuriositäten umsehen.

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Roermond ist immer noch Sitz des limburgischen Bischofs und war viele Jahrhunderte lang Mitglied der Hanse. Die Innenstadt beherbergt zahlreiche historische Kirchen und Handelshäuser. Die Münsterkirche aus dem 13. Jahrhundert und die Sankt Christoffel-Kathedrale (s. Foto) aus dem 15. Jahrhundert dominieren das Stadtbild, welches unter Denkmalschutz steht. Das Stadthuis (Rathaus) stammt aus dem 17. Jahrhundert, ist aber genau so sehenswert.
In unmittelbarer Umgebung der Maasstadt liegt ein ausgedehntes Seengebiet, die “Maasplassen”, von gut 3000 Hektar Gesamtfläche. Zahlreiche kleine und große Wasserflächen schmiegen sich kettenartig in die weite grüne Landschaft. Sie bieten perfekte Voraussetzungen für Wassersportler, Angler und Naturfreunde. Ungezählte Strände, Yachthäfen und Campingplätze lassen die Herzen der sportlichen Urlauber höher schlagen und keine Freizeitwünsche offen.
Am Samstag lockt dann zusätzlich noch der attraktive Markt auf dem Fisch, Käse, Brot- und Backwaren, Gemüse, Obst, Fleisch, Pflanzen, Textilien und vieles mehr angeboten werden.Wer sich spontan entscheidet diesem schönen Städtchen einen Besuch abzustatten, sollte aber vorher auf jeden Fall in Deutschland tanken, denn Superbenzin kostet im Schnitt pro Liter 20 – 25 Cent mehr als bei uns.
(weitere Informationen findet man auf der Seite der “gemeente Roermond“)

 

 

 

Käsesahnetorte mit Pfirsichen

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Eine liebe Freundin, die auch sehr gerne backt, hatte dies Rezept unter www.meinlieblingsrezept.de gefunden und zu ihrem Geburtstagskaffee serviert. Alle waren der Meinung, dass man diesen Kuchen noch einmal backen müsste. Das habe ich getan und dabei das Rezept ein wenig meinen persönlichen Vorlieben angepasst. Meine Teigschicht ist etwas dünner und ich habe weniger Sahne, Quark und Pfirsiche als ursprünglich vorgesehen genommen. Meine Familie durfte ihn an Pfingsten genießen und war ebenfalls restlos begeistert. Deshalb hier nun das Rezept für alle, die nun auch Appetit bekommen haben.

Butter aufschlagen, Zucker und Vanillezucker (1 Pckch., das zweite ist für die Quarkmasse) zugeben und die Eier einzeln unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und portionsweise einrühren. Die Hälfte des Teiges in eine 28er Springform geben und glatt streichen. Die Nussnougatcreme unter den restlichen Teig rühren und diesen auf den hellen geben. Ich habe ihn dann mit einer Gabel kreisförmig vermischt und noch wieder ein wenig glatt gestrichen. Der Teig wird nun bei 180°C Ober- und Unterhitze für ca. 25-30 Minuten gebacken.
In der Zwischenzeit kann man die Pfirsiche abtropfen lassen und in Spalten schneiden. Einfacher ist es mit Tortenpfirsichen aus der Dose, denn die sind bereits gespalten. 6 Spalten sollte man für die Verzierung beiseite legen. Quark, Zucker und Vanillezucker mischen. Die Sahne mit Sahnesteif steif schlagen und unter den Quark heben. Die Pfirsiche ebenfalls locker unterheben.
Den Marmorteig nach dem Backen auskühlen lassen und den Springformrand entfernen. Wie oben erwähnt, mag ich den Boden lieber etwas dünner und habe eine schmale Schicht mit dem Tortenschneider abgenommen. Mehr dazu am Ende des Rezeptes. Anschließend legt man einen Tortenring um den Boden, füllt die Pfirsichquarkmasse ein und streicht sie glatt. Den Kuchen nun am besten für mindestens eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Danach mit dem Torteneinteiler die Stücke markieren und jeweils eine halbe Pfirsichspalte auflegen. Ich wollte dann aber doch 14 Stücke aus meinem Kuchen schneiden und hatte dafür nicht genügend Pfirsichspalten bereit gehalten. Deshalb habe ich improvisiert und jeweils eine Pfirsichspalte und eine Schokokugel im Wechsel aufgelegt.
Statt der Schokoraspel hatte meine Freundin 1 El Butter und 1 Tasse Zucker in der Pfanne erhitzt, 100g Mandelblättchen hinzugefügt und das Ganze unter Rühren bräunen lassen. Nach dem Erkalten werden die Mandeln auseinandergebrochen und der Tortenrand sowie die Mitte damit verziert. Eine sehr leckere, aber eben etwas aufwendigere, Verzierung als die Schokoraspel.

Die vom Marmorboden abgeschnittene Schicht zerbrösele ich und lege sie auf den Boden einer Schüssel, die ich anschließend mit Vanille- oder Schokopudding fülle. Das kann man auch noch ein paar Tage später machen, wenn man die Teigschicht oder die Brösel luftdicht verpackt aufbewahrt. Man könnte sie allerdings auch als Basis für Kuchenlollis benutzen. So viel Frischkäse unterrühren, dass die Masse sich gut zu Kugeln formen lässt. Diese dann kalt stellen und wie in meinem frühreren Rezept für die Kuchenlollis beschrieben weiter verarbeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Luca di Fulvio

 Der Junge, der Träume schenkte

ein Roman aus dem Bastei-Lübbe Verlag, der für 9,99€ als Taschenbuch zu bekommen ist.
Die 14-jährige Italienerin Cetta, von einem Freund ihres Gutsherren geschwängert, wandert mit ihrem unehelichen Sohn Natale im Jahr 1909 nach Amerika aus. Sie will dort für sich und ihr Kind bessere Lebensbedingungen schaffen, als sie sie im konservativen Italien jemals hätte. Ihr unehelicher Halbbruder hatte nicht einmal einen Namen bekommen, sondern wurde nur “der Andere” genannt. Inmitten der Armut der Lower Eastside  von New York führt sie jedoch nicht das gewünschte Leben in Reichtum und Wohlstand. Ihr Sohn Natale versucht in dieser Welt von Elend und Kriminalität seinen Weg zu machen. Sehr ausführlich und teilweise sehr anrührend beschreibt Fulvio das Verhältnis von Mutter und Sohn. Als Leser begleiten wir sie dabei und erleben so manch ein aufregendes und überraschendes Abenteuer. Eine häufig tragisch wirkende, manchmal sehr melancholische Geschichte mit unerwarteten Wendungen, die einen wunderbaren Einblick in das New Yorker Leben der Armen und Kleinkriminellen gibt. Eine unterhaltsame Lektüre für lange Regentage.

Und noch einmal Rhabarber

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Ich bin ein Rhabarberfan und freue mich über jedes Rezept, das mir gelingt und auch noch gut schmeckt. Hier ist noch einmal eines für ganz lockere, leicht saure Rhabarbermuffins. Ich habe sie zum Aufstieg unserer Tochter in den Vereinsfarben blau/weiß glasiert. Für die Kaffeetafel gibt es aber eine noch aufwendigere Variante, die ich nach dem Rezept einstelle.
Entgegen den Angaben der Firma Dr. Oetker, aus deren Magazin Gugelhupf ich das Rezept entnommen habe, reichte mein Teig für 24 Silikonmuffinförmchen. Die Zutaten- oder Einkaufsliste wird nach dem Anklicken wie gewohnt in einem separaten Fenster als PDF-Datei geöffnet.

Den Rhabarber putzen und in kleine Stücke schneiden. Die Butter in einer Schüssel geschmeidig rühren, nach und nach den Zucker hinzufügen und dann jedes Ei jeweils gut eine halbe Minute auf höchster Stufe unterrühren. Mehl, Backpulver, Puddingpulver mischen und auf die Buttermasse sieben. Die gemahlenen Haselnüsse dazugeben und alles auf niedrigster Stufe kurz unterrühren. Den Rhabarber unterheben und den Teig gleichmäßig auf die Muffinförmchen verteilen.
Sie werden bei 180°C Ober-und Unterhitze einer unteren Einschubleiste für ca. 25 – 30 Minuten gebacken. Je nach Ofen muss man sie auch noch mal 5 Minuten länger drin lassen. Anschließend löst man sie aus den Muffinförmchen und lässt sie auf dem Kuchenrost erkalten. Ich habe den Puderzucker mit ein wenig Zitronensaft und Wasser angerührt und die Muffins damit bestrichen.

Bei Dr. Oetker wird folgende Verzierung vorgeschlagen:
150g weiße Kuvertüre mit 1El Speiseöl im Wasserbad bei mittlerer Hitze schmelzen. Auf ein Backpapier mit dem Teelöffel 24 Blüten aufmalen (eine Form ähnlich wie die Prilblumen), mit ein paar Pistazien bestreuen und im Kühlschrank erkalten lassen. 200g Sahne mit 1 Pckch. Vanillezucker steif schlagen und jeweils einen Klecks auf jeden Muffin geben. Die Schokoladenblumen auflegen und in die Mitte eine frische Erdbeere ohne Grün platzieren. Leider habe ich von dieser Variante noch keine Bilder. Sobald ich sie aber so serviert habe, werde ich diese nachreichen. Versprochen!