Dreierlei

Hefeteig
Ich weiß nicht, wie es bei echten Eseln ist, aber der Bastelesel ist ein kleiner Morgenmuffel und benötigt etwas länger, um richtig in Schwung zu kommen. Ein gutes und reichhaltiges Frühstück ist da noch nicht wirklich gefragt. Eine Scheibe leckerer, süßer Stuten trägt aber maßgeblich zur Besserung der morgendlichen Laune bei. Die Liebe des Bastelesels zum Hefeteig ist schon fast sprichwörtlich, deshalb wird der Sonntagsstuten natürlich mit Hefe gebacken. Da man am Sonntagmorgen aber nicht in der Küche stehen will, muss er schon am Samstag gebacken werden. Da bietet es sich doch an, gleich etwas mehr Teig herzustellen und für die samstägliche Kaffeestunde ein paar süße Brötchen abzuzweigen. Der restliche Teig wird noch einmal halbiert. Das ergibt einen Stuten für 4 -6 Personen und eine Portion Teig zum Einfrieren für das kommende Wochenende. Es ist also ganz einfach: ein Teig und drei Gelegenheiten die Backwaren daraus zu genießen.
Die Hälfte der Menge eignet sich auch hervorragend für einen Blechkuchen, den man entweder als Butterkuchen mit kleinen Butterflöckchen und Mandelblättern oder mit zusätzlichen Streuseln backt.
Alle Zutaten sollten wie immer zimmerwarm sein. Das Mehl in eine große Rührschüssel sieben, das Ei, eine Prise Salz, den klein gebröselten Hefewürfel und den Zucker hinzugeben. Diese Menge ist nur mit einem wirklich starken Handrührgerät oder einer Küchenmaschine gut zu beherrschen. Einen Teil der lauwarmen Milch auf die Hefebrösel gießen und einen kleinen Moment warten, bis sich die Hefe ein wenig zu lösen beginnt. Dann mit den Knethaken alle Zutaten mischen und noch so lange Milch zugeben bis ein relativ geschmeidiger, noch leicht reißender Teig entsteht. Nun die weiche, warme Butter (ich stelle sie immer für 25 Sec. in die Mikrowelle) hinzufügen und langsam unterkneten. Nun sollte der Teig sich von der Schüssel lösen und eine glatte Oberfläche haben. Die Teigkugel aus der Schüssel nehmen und auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche noch ein paar Mal mit den Händen vom Rand her in die Mitte kneten, umdrehen, mit einem sauberen Küchentuch abdecken und ruhen lassen. Am besten gelingt mir der Teig immer, wenn  ich ihn bei einer anderen Tätigkeit vorübergehend vergesse und eine gute halbe Stunde gehen lasse. Den aufgegangenen Teig noch einmal von Hand durchkneten und dann aufteilen.  Ein Viertel (geschätzt) abnehmen und zu kleinen runden Brötchen formen. Diese pinsele ich mit ein wenig lauwarmer Milch ein und streue etwas Hagelzucker darüber. Das schmeckt lecker und lässt die Brötchen nicht so schnell trocken werden, wenn man sie auch noch am nächsten Tag essen will. Die Brötchen backe ich nun bei 180°C auf der mittleren Schiene ungefähr 20-25 Minuten. Währenddessen halbiere ich die restliche Teigmenge. Eine Hälfte gebe ich in einen Gefrierbeutel, den ich fest verschließe und friere ihn dann ein. Die andere Hälfte forme ich zu einer Rolle und gebe sie in die gefettete Königskuchenform. Mit dem Schaschlikspieß piekse ich ein paar kleine Löcher zur Entlüftung in die Oberfläche und pinsele diese dann ebenfalls mit lauwarmer Milch ein. Nach den Brötchen backe ich den Stuten dann bei der gleichen Temperatur ungefähr 30 – 35 Minuten. Kurz vor Ende der Backzeit pinsele ich die Oberfläche des Stutens im Ofen noch einmal mit Milch ein. Sie wird dann besonders schön glänzend.
Die Brötchen gibt es bei uns, wie schon erwähnt, mit guter Butter und leckerer Marmelade zu einer leckeren Tasse Kaffee. Ein Gedicht und durchaus Konkurrenz für ein Stück Kuchen. Den Stuten verspeisen wir dann mit Genuss am Sonntagmorgen. Was aus dem eingefrorenen Teig werden wird, kann ich heute noch gar nicht sagen. Das entscheide ich dann ganz spontan, wenn ich Lust auf Kuchen oder Brötchen oder Stuten habe.

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